Jahreskonzert 2008 Duisburg
Extra-Applaus für Schwarzenberg
VON CHRISTINA HÖTZEL 11.11.2008


Duisburg (RP) Vom Volkslied bis zum feurigen „Paso doble“, von den Tiroler Bergen bis zur Grünen Insel reichte die Spannweite des sorgsam ausgewählten Programms beim Jahreskonzert des Männerchor Germania Schwarzenberg 1878 in der Mercatorhalle im City Palais. Melodien aus Musical, Oper und Film unterhielten die zahlreichen Zuhörer in dem zweistündigen Konzert. Die Sänger des Männerchors Germania Schwarzenberg begeisterten ihr Publikum beim Jahreskonzert in der Mercatorhalle.
„Er ist niemals gestorben, er lebt darin auch jetzt. Hat sich im Schloss verborgen, zum Schlaf sich hingesetzt“, erinnerten die 58 Sänger an den alten Barbarossa. Perfekt dirigiert durch ihren Chorleiter Ulrich Eick-Kerssenbrock, konnten die Chorherren ihre ganze Auftrittserfahrung zeigen. Romantische Stimmung verbreitete der Männerchor mit „Ännchen von Tharau“ oder „Der Lindenbaum“. „Mein Leben schließt sich um Deines herum“ hauchten die festlich gekleideten Sänger ins Publikum. Von ruhig und schwärmerisch schlug die Stimmung ins Leidenschaftliche um. Die 54 Gäste des Musikvereins Mörschied übernahmen den Platz in der Arena und spielten unter der Leitung von Dr. Eric Grandjean das heißblütige „Ole Toronto“.
Sie packten mit Pauken und Trompeten den Stier bei den Hörnern, wechselten mehrfach die Spielintensität, um dann mit geballter Kraft von Hörnern, Saxophonen und Trompeten zum letzten Kraftakt auszuholen. „Sie werden von dem Können des mit uns seit zehn Jahren befreundeten Laienorchesters überrascht sein“, hatte die Germania die Mörschieder angekündigt, und die gute Intonation der im Durchschnitt sehr jungen Vereinsmitglieder gab ihr Recht.
Die technischen Passagen des von der irischen Folksmusik inspirierten Stückes „Lord Tullamore“ beherrschten die Bläser gut. Mit einem fanfarenartigem Vorspiel begann die dreiteilige Komposition des niederländischen Komponisten Carl Wittrock. Von dramatisch zu poetisch wechselte die Atmosphäre, unterstützt durch die eindringlich eingesetzten Schlaginstrumente. So herausgefordert, musste der Männerchor schon mit eindrucksvollen Opernchören,
etwa dem „Priesterchor“ aus Mozarts Zauberflöte oder dem „Matrosenchor“ aus Wagners fliegendem Holländer nachlegen. Musikalisch untermalt wurde der Gesang durch das Blasorchester. Olympischen Geist und große Spiel- und Singfreude zeigten alle Beteiligten auch nach der Pause. Sie eroberten mit Vangelis das Paradies oder begaben sich mit Andrew Lloyd Webber in die Welt des Musicals. Das Publikum bedankte sich mit einem Extraapplaus.