Jahreskonzert 2009 Duisburg
Süßer die Glocken und Stimmen nie klingen
VON GABI ADRIAN: 01.12.2009


Duisburg (RP) Schwarzenberg Wer kennt ihn nicht, den Vorsatz, den Advent in diesem Jahr ruhig und besinnlich zu begehen? Am Sonntag schenkte der Männerchor Germania Schwarzenberg seinen Zuhörern in der Mercatorhalle zweieinhalb Stunden der Ruhe und Besinnlichkeit – es war eine wunderbare Einstimmung auf Weihnachten.
Die Sänger rund um Dirigent Ulrich Eick-Kerssenbrock präsentierten eine gelungene Mischung aus bekannten, klassischen Liedern. Sie entführten das Publikum aber auch in andere Teile der Welt. Ein finnisches Weihnachtslied
und Weisen wie das amerikanische "Halleluja"
oder "Lobt den Herrn der Welt"
kamen besonders gut an. Harmonie bis zur Gänsehaut Dabei lernten die Zuhörer gleich zu Beginn die "Grande Dame" der Mercatorhalle, die neue Orgel, kennen. Organist Heinz-Jacob Spelmans
begleitete die Männer von Germania Schwarzenberg, und das harmonische Zusammenspiel ließ Gänsehaut entstehen. "Menschen singen überall", heißt es im "Halleluja". Mit der Auswahl der internationalen Stücke bewiesen die Sänger, dass Musik völkerverbindend ist. Aber auch traditionelle deutsche Weihnachtslieder wurden angestimmt, wobei – die Texte lagen dem Programmheft bei – der ganze Saal zum Mitsingen aufgefordert wurde. So erklangen stimmgewaltig "Süßer die Glocken nie klingen" und "Alle Jahre wieder". "Das klang fantastisch! Sie können alle im Chor mitsingen", lobte Dirigent Ulrich Eick-Kerssenbrock. Besondere Gäste des Chores waren der Handglockenchor Gescher
und die Dudelsackgruppe "Rhine Area Pipes and Drums". Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, es war still im Saal, als die elf Handglockenspieler mit perfektem Zusammenspiel und zauberhaften Klängen beeindruckten. Wahre Begeisterungsstürme lösten die "Rhine Area Pipes and Drums" aus.
Die Truppe überzeugte schon durch ihr Aussehen und ließ mit "Amazing Grace" die Herzen höher schlagen.
"Großartig", war der Tenor im Publikum auf diese exzellenten Darbietungen, und Eick-Kerssenbrock meinte nach dem Auftritt: "Ich hoffe, Sie sind nicht allzu enttäuscht, wenn wir jetzt wieder singen." Waren die Gäste nicht, denn mit "Jerusalem"
von Fritz Ihlau und Stephen Adams, wobei der Chor durch den Bassisten Hans-Arthur Falkenrath
unterstützt wurde, wartete ein weiteres Highlight auf sie.