Bläck Fööss begeistern mit Kulthits
VON DIETER KRÜSSMANN - zuletzt aktualisiert: 18.10.2011

Duisburg (RP). Für sein Jahreskonzert in der Mercatorhalle hatte sich der Männerchor Germania Schwarzenberg diesmal die Kölner Kultband eingeladen. Die Rechnung ging auf: Sowohl die Freunde der gepflegten Chormusik als auch die des Kölschen Karnevals kamen voll auf ihre Kosten.

Die
Bläck Fööss sorgten am Sonntag bei ihrem Auftritt in der Mercatorhalle für gute Laune.


Mit Schlagern, Hits und Evergreens gestaltete der Männerchor Germania Schwarzenberg unter der Leitung von Ulrich Eick-Kerssenbrock am Sonntag sein Jahreskonzert in der ausverkauften Mercatorhalle. Zusammen mit dem MGV Sängerbund 1871 Wanheim unter Chorleiter Axel Quast und mit Holger Blüder am Flügel boten die Sänger ein buntes und vielfältiges Programm.


Aber so gut die Leistung der Duisburger auch war – die absoluten Top-Stars des Abends waren die Bläck Fööss. Und so war das ja auch vorgesehen.

Nach dem Sängergruß zum Auftakt, kräftig und sicher von 82 Männerstimmen vorgetragen, umspannte der musikalische Rahmen der Duisburger Sänger Lieder vom Wein


und der Liebe, Amüsantes und Nachdenkliches. Zudem verneigten sie sich mit Hits wie "Aber bitte mit Sahne",


"Mit 66 Jahren", "Griechischer Wein"


und "Ich war noch niemals in New York"


vor dem großen Udo Jürgens. In Gedenken an den großartigen Schauspieler, Sänger und Entertainer Peter Alexander wurde auch "Die kleine Kneipe" gesungen.



Mit der Verpflichtung der Bläck Fööss war ein lang gehegter Wunsch der "Germanen" in Erfüllung gegangen. Die Kölner Kultband hat ein weit über die Karnevalsmusik hinausgehendes, stilistisch vielseitiges Repertoire mit weit mehr als 200 Titeln. Die schönsten wurden an diesem Abend präsentiert. Ob nun im Cha-Cha-Cha-Stil ("Kaffeebud"), im Samba-Rhythmus ("Wenn de Sonn schön schingk") oder als Krätzchengesang, also den lustigen Begebenheiten des Kölner Alltags, die Kölner hatten jede Menge Hits mitgebracht.

Der "
Buuredanz", "Dat Wasser vun Kölle", "Katrin", oder das Lied über die Selbstdiagnose ("He deit et wih un do deit et wih") – das Publikum war von Anfang an begeistert, schunkelte, sang und klatschte rhythmisch mit. Sogar der Männerchor wurde in einen Teil des Programms der Bläck Fööss einbezogen. Beim "Wir lagen vor Madagaskar" wurde extra vom Programm abgewichen. "Beim nächsten Mal singen wir dann mit euch, “Wenn die bunten Fahnen wehen'“, meinte einer der Musiker lächelnd.

Stehende Ovationen

Den
Bläck Fööss gefiel die Atmosphäre in der Mercatorhalle sichtlich, und so gab es dann auch gleich diverse Zugaben. Auch wenn die Karnevalszeit erst am 11. November beginnt, so waren die Knüller an diesem Abend "Mer lose d'r Dom en Kölle", "Drink doch eine met" und "Am Dom zo Kölle, zo Kölle am Rhing", alles humorvolle und eingängige Melodien und Hits des Fastelovends.

Am Ende gab es stehende Ovationen und viel Beifall für alle Beteiligten Musiker. So schön kann Chormusik sein.